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Posaunenchor "Christ-König" Tettau verschönert die Christmette

Posaunechor
Datum:
Veröffentlicht: 28.12.20


24. Dezember, es ist 17 Uhr. In der St. Laurentius Kirche Buchbach steht die Christmette an. Als die Ministranten mit ihrem Pfarrer Cyriac Chittakulam in die Kirche einzogen war zunächst alles wie immer. Aus der mächtigen Orgel erklang eine Variation des bekannten Weihnachtsliedes „Heiligste Nacht“. Doch wie geht es wohl danach weiter? Der Gesang der Gemeindemitglieder war per Verordnung bereits seit dem 3. Advent untersagt. Der Chor, welcher seit nunmehr 70 Jahren die Messen in Buchbach musikalisch mit umrahmt darf ebenfalls nicht auftreten. Auch der Platz der Musikerinnen und Musiker der örtlichen Blaskapelle ist – wie einige Plätze in der sonst bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche – leer. Zumindest ein leichter Duft von Weihrauch liegt in der Luft als die Orgel allmählich leiser und ruhiger wird. Und schon erklingt von der großen Empore ein fünfstimmiger Frauengesang, heiligste Nacht!
Sichtlich überrascht vom Gesang der „kleinen Kantorei“ auf der Orgelempore ging Pfarrer Cyriac auf die Besonderheiten des Jahres 2020 ein, die schließlich sehr schmerzlich auch in der heutigen Christmette zu spüren sind. Neben dem Weihnachtskyrie von Lorenz Maierhofer durfte das traditionelle Transeamus zum Gloria nicht fehlen. Aufwändig wurde die Musik dazu vom Tettauer Posaunenchor „Christ-König“, welcher traditionell zum 3 Königstag auch in Buchbach auftritt, unter strengen Coronaauflagen aufgenommen, digitalisiert und eingespielt. Der Gesang erfolgte vom Solisten und der Kantorei natürlich live. Monika Barnickel, Steinbachs zweite Bürgermeisterin und eine der Sängerinnen der kleinen Kantorei fasst es mit ihren Worten zusammen: „Wir singen zur Freude der Menschen und zur Ehre Gottes. Es gibt kein schöneres Gefühl Menschen eine Freude zu machen, in Zeiten von Corona allemal. Ein weiterer Gottesdienstbesucher, der bis zum letzten Ton am Ende des Gottesdienstes gewartet hat und Baier persönlich beglückwünschte bringt es außerdem auf den Punkt: „Trotz des Singverbot, und der äußerst schwierigen Umstände fehlte aufgrund des Ideenreichtums des Organisten und Chorleiters nichts. Die Gesangeinlagen, die Auswahl der Lieder und die technische Beschallung war nicht nur besinnlich und ging zu Herzen - sondern auch von höchster Güte. Pfarrer Cyriac, sichtlich gerührt, danke ebenfalls allen Mitwirkenden vor und hinter den Kulissen. Erstmals in der Geschichte der Pfarrei Buchbach dankten die Gottesdienstbesucher am Ende einer Christmette mit frenetischem Applaus. Der Dank galt vor allem dem musikalischen Leiter Benjamin Baier mit seinen „Mädels“. Mit der passenden Lichtstimmung wurde es mit dem von der Kantorei und Orgelbegleitung gesungenen Schlusslied „Stille Nacht“ Weihnachten in Buchbach.

Benjamin Baier

Krippenbau