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Die Werktagskapelle

Buchbacher Werktagskapelle

Der Raum in den Grundmauern des Turmes beherbergt eine Kapelle, die als Werktagskirche verwendet wird. In ihr haben die Schätze der ersten Buchbacher Laurentius-Kirche eine neue Heimat gefunden.

Der Raum wurde 1994 renoviert und neu gestaltet. Das stark übermalte Altarbild von 1753 zeigt den Kirchenpatron mit Marterinstrument und Siegespalme in seiner Vollendung. Flankiert wird er von den Figuren des Hochaltares der alten Kirche, der wegen seiner Höhe und seiner enormen Restaurationsbedürftigkeit leider nicht mehr aufgestellt werden konnte. Links steht der hl. Karl Borromäus, Bischof von Mailand und Kardinal, der sich bei der Pflege der Pestkranken ansteckte und 1584 daran starb. Daneben ist Papst Xystus dargestellt, der Dienstherr des HI. Laurentius. Rechts steht Bischof Ulrich von Augsburg (+ 973) mit seinen Symbolen Schwert und Fisch.

Den Abschluss bildet ganz rechts der HI. Johannes Nepomuk, der als Brückenheiliger sehr bekannt ist. Er war 1393 in Prag in der Moldau ertränkt worden, weil er sich weigerte, das Beichtgeheimnis der Königin zu brechen (Finger auf den Lippen).

Der Grund für die Auswahl dieser Heiligen bleibt dunkel; eventuell handelt es sich um Repräsentanten der verschiedenen hierarchischen Stufen : Diakon (Laurentius), Priester, Bischof, Kardinal, Papst. Links steht die Muttergottesstatue aus dem 18. Jahrhundert mit Blick zum Altar.

Altar, Lesepult, der Rahmen des Altarbildes und die Sockel sind 1994 anlässlich der Renovierung angefertigt worden; den Altar zielt eine moderne Bronzeplastik des Kölner Künstlers Egino Weinert, welche die Begegnung zweier Menschen darstellt. „Communio" (lat. Gemeinschaft) ist der Inhalt und das Ziel unserer gottesdienstlichen Feiern.