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Auch die Kirchenmusik fastet mit

Datum:
Veröffentlicht: 17.2.21


Nach den tollen Faschingstagen hören am Aschermittwoch normalerweise alle Faschingsfeiern auf.
Wer sich danach immer noch verkleidet, hat irgendwie den Anschluss verpasst. Aschermittwoch ist ein Fast- und Abstinenztag. Das heißt, dass Erwachsene an diesem Tag eigentlich nur eine feste Mahlzeit zu sich nehmen, kein Fleisch essen und einen Gottesdienst besuchen sollen.
Das ist der Start in die bevorstehende Fastenzeit. Und das ist keine Zeit für saure Mienen und schielende Blicke auf die Süßigkeiten im Schrank. Jetzt ist Zeit, sich auf Ostern, das wichtigste Fest im Jahr, vorzubereiten. Das geht am besten, wenn man selbst wieder »wie neugeboren« wird.
Das Aschekreuz will uns deutlich machen: Aus Staub sind wir gemacht, und zu Staub werden wir zurückkehren. Wir denken an den Tod, der zum Leben dazu gehört und ohne den es keine Auferstehung gäbe. Aufgrund des Singverbotes für die Gemeinde sollte man meinen, dass die Kirchenmusik ohnehin schon seit dem Advent vergangenen Jahres fastet. Und tatsächlich, viel weniger an Kirchenmusik in den Messfeiern ist (fast) nicht mehr möglich. Dennoch haben sich die Organisten aus Steinbach, Buchbach und Tettau dazu entschlossen, der liturgischen Vorgabe für die Kirchenmusik zu folgen, und zum Beispiel ähnlich der Adventszeit „ruhigere Töne“ während der Fastenzeit anzuschlagen. So wird es (solange das Gesangsverbot für die Gemeinde anhält) auch keine Sologesänge geben. Weiterhin wird auf die musikalische Begleitung während der Kommunionsausteilung verzichtet. Musiaklisch endet der Gottesdienst mit dem „Schlusslied“, der feierliche Auszug nach der Messfeier erfolgt im stillen. Mit dem Gründonnerstag, an welchem nach dem Gloria die Orgel gänzlich schweigt erklingt mit oder ohne Corona die Kirchenmusik zur Osternacht dann jeweils wieder in „vollen Zügen“.

 

Benjamin Baier